Lesung und Gespräch mit Urmas Vadi
Moderation: Cornelius Hell
Mittwoch, 16. September, 19 Uhr
Stadtbücherei Scheibbs
Rathausplatz 10, 3270 Scheibbs
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Estland, seit 2004 Mitglied der Europäischen Union, versteht sich als kulturelle Schnittstelle zwischen Nord- und Osteuropa. Die wechselvolle Geschichte des Landes – insbesondere die Wiedererlangung der Unabhängigkeit 1991 – prägt eine Literatur, in der Fragen von Identität, Erinnerung und gesellschaftlichem Wandel zentral sind. Als kleiner Sprachraum bringt Estland eigenständige Perspektiven in den europäischen Diskurs ein.
Literaturkritiker Cornelius Hell spricht mit Writer in Residence Urmas Vadi über seine Heimat Estland sowie seinen aktuellen, 2026 ins Deutsche übersetzten Roman
Die dunkle Seite des Mondes, der 2025 das meistentlehnte Buch in estnischen Bibliotheken war.
Urmas Vadi, geboren in Tallinn, studierte Rundfunkregie, arbeitet als Radiojournalist und ist als Schriftsteller, Dramatiker, Regisseur und Drehbuchschreiber tätig; zuletzt erschienene Romane:
Der Ballettmeister (2023, Übersetzung ins Deutsche: Cornelius Hasselblatt) und
Die dunkle Seite des Mondes (2026, Übersetzung: Felix Kaiser, beide Titel: Rote Katze Verlag). Im September ist Urmas Vadi Writer in Residence des Literaturhaus NÖ.
"Und auch die allernächsten Menschen schienen so fremd, als stammten sie von der dunklen Seite des Mondes."
(Aus:
Die dunkle Seite des Mondes, Rote Katze Verlag 2026)